Baden

Kaum ein Gebiet der Pflegekosmetik war so vielen Wandlungen unterworfen wie die Badekultur. Während Baden beispielsweise im antiken Rom sehr ausgiebig betrieben Wurde, galt es während der Herrschaft des Sonnenkönigs im 18. Jahrhundert als unschicklich. Heute erfreut sich das Baden mit entsprechenden Badezusätzen wieder großer Beliebtheit und wird im Gegensatz zum Duschen eher als Mittel zur Entspannung angesehen. Wenn man ein-bis zweimal pro Woche höchstens 20 Minuten bei 35 bis 38 ° C badet, ist ein Bad ein guter Beitrag zum Stressabbau und schadet der Haut nicht. Man unterscheidet eine Reihe flüssiger und fester Badepräparate.


Bad



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Rezeptpflicht


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Hauttyp


Wer


Produkttyp


Symptome


Pflegewirkung


Pflegeroutinestufe


Aktivwirkstoffe


Ohne


Kosmetikart


Schaumbäder

Am häufigsten w erden als Badezusätze Schaumbäder verwendet. Sie sollen Schmutz und hauteigene Produkte wie Hornschüppchen, Schweiß und Talg entfernen. Oberflächliche Hornschichten werden aufgeweicht, die Abstoßung wird erleichtert und eingedrungene Verunreinigungen werden beseitigt. Darüber hinaus erwartet man von einem Schaumbad, dass es das Wohlbefinden steigert, weshalb häufig wohlriechende ätherische Öle oder spezielle Wirkstoffe für „Körper und Seele" zugesetzt werden. Die Zusammensetzung ist ähnlich den Duschpräparaten, neben Basis-und Cotensiden sind noch Schaumstabilisatoren enthalten, die die Bildung und die Stabilität des Schaums beeinflussen. Rückfettende Zusätze und Feuchthaltesubstanzen sollen ein zu starkes Austrocknen der Haut verhindern. Feuchthaltestoffe sollen darüber hinaus auch ein Austrocknen des Produktes verhindern. In Badezusätzen werden zu diesem Zweck beispielsweise Glycerin oder Propylenglykol verarbeitet. Für rückfettende Zusätze gilt auch hier, je mehr Rückfetter enthalten ist, umso weniger Schaumentwicklung kann man erwarten. Dies sollte jedoch nicht durch eine größere Dosis Badezusatz ausgeglichen werden. Besonders hohe Anteile an rückfettenden Substanzen besitzen Cremeschaumbäder und Bademilchen.

Schaumbäder: Entfernen Hornschüppchen, Schmutz und Talg. Ölbäder: Wirken rückfettend. Badesalze: Verhindern aufquellen der Haut.

Ölbäder

Sie bestehen hauptsächlich aus Lipiden und meistens einem Anteil Tensiden, der nötig ist, um das Öl im Wasser zu verteilen. Ihre Reinigungswirkung ist dementsprechend gering. weshalb man sich vor dem Ölbad mit anderen Mitteln reinigen sollte. Das Ölbad selbst hat die Aufgabe, die Haut mit einem Fettfilm zu überziehen und sie vor dem Austrocknen zu schätzen. Es wird bei trockenen Hautzuständen empfohlen. Ölbäder ohne oder mit sehr geringem Anteil an Emulgator werden als nichtspreitende Ölbäder bezeichnet. Ihre rückfettende Wirkung ist gegenüber den spreitenden höher. Einige Ölbäder sind keine kosmetischen Produkte, sondern Arzneimittel. Als rückfettende Lipidkomponente werden häufig native öle, wie Erdnussöl, Mandelöl, Sojaöl, Avocadoöl und Sonnenblumenöl, verarbeitet. Aber auch Paraffinöle und Fettsäureeste wie Capryl-/Caprinsäuretriglycerid, finden als Lipidkomponente Verwendung. Vielen Ölbädern werden außerdem noch ätherische Öle zugesetzt, die das Badevergnügen steigern oder eine therapeutische Wirkung erzielen können. So wirken Baldrian, Melisse und Hopfen beruhigend und schlaffördernd, Heublume, Kamille und Lavendel entspannend und Rosmarin belebend. Eukalyptus, Menthol und Latschenkiefer werden bei Erkältungskrankheiten empfohlen. Praxistipp Achten Sie auf den Hinweis „wannenunschädlich", um irreversible Verschmutzungen der Badewanne zu vermeiden.

Badesalze

Sie sollen in erster Linie das Wasser enthärten und durch Farbe und Duft zum Badeerlebnis beitragen. Grundstoffe für Badesalze sind Natriumchlorid und Natriumcarbonat. Durch Zugabe von Zitronen-oder Weinsäure sprudelt das Badesalz in Wasser unter C02-Entwicklung. Werden Badesalze oder entsprechende Pulver verpresst, so erhält man Badetabletten. Ihnen wird zur schnelleren Auflösung meist noch ein Sprengmittel zugesetzt. Bekannt als Badezusatz ist auch das Salz aus dem Toten Meer. Für ein Vollbad werden 500g empfohlen. Dann entsteht eine hypertonische Lösung, die die Haut nicht aufquellen lässt und daher schonender ist als reines Wasser.

Aus unserem Cocopha-Blog

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